INDUKTIONSSCHLEIFE.AT


Technische Voraussetzungen

Die Anspeisung der induktiven Höranlage soll bei Vorhandensein einer Lautsprecher- bzw. AV-Anlage möglichst über einen eigenen, von der Lautsprecher- bzw. AV-Anlage unabhängigen regelbaren Ausgang (z.B. Matrix- oder AUX-Ausgang) angespeist werden. Falls dies nicht möglich ist, so kann ein Tape-Out oder zur Not ein Split des Master-Outputs genutzt werden.

Die vorhandene Lautsprecheranlage muss gewissen Mindestqualitätsstandards entsprechen. Der Anschluß einer modernen induktiven Höranlage an eine veraltete Lautsprecheranlage ist sinnlos, weil die Vorteile für den Hörgeräteträger nicht genutzt werden können. Die induktive Höranlage ist nur so gut wie das eingespeiste Signal.

Der Ringleitungsverstärker muss unbedingt über einen automatischen Dynamikkompressor mit mindestens 30dB Regelbereich verfügen.

Die Ankopplung der Schleife an den Verstärker muss direkt erfolgen. Es dürfen keine Trafos am Verstärkerausgang zur Ankopplung an die Schleife verwendet werden. Diese Technik ist veraltet und verschlechtert signifikant die Übertragungsqualität der Anlage. Ein Ausnahme bilden lediglich sogenannte "Stromverhältnisadapter" (Current Ratio Units) zur Anspeisung komplexer, computergeplanter Systeme (z.B. LowSpillover Systeme), die speziell gewickelte Trafos verwenden.

Der Verstärker soll zur Störunterdrückung mit symmetrischen Eingängen ausgerüstet sein.

Direkte Mikrofoneingänge sollen die Möglichkeit einer Phantomspeisung aufweisen.

Die Verstärker müssen den Sicherheitsnormen (CE) sowie den internationalen Normen über induktive Höranlagen (ÖVE EN60116-4) entsprechen.

Die Verstärker müssen dauerbetriebsfest sein (Self-Check, Schutzschaltungen).

Die Verstärker sollten über eine Mithörmöglichkeit (Monitoring, z.B. über Kopfhörer) verfügen.